Nathalie Oberweis & Carole Reckinger
 

Let’s be careful about words. Let’s watch our tongue.


Nathalie Oberweis & Carole Reckinger

Politikwissenschaftlerinnen und freelance Journalistinnen
 

aus dem Englischen : Videoüberwachung Angst Kontrolle Macht Gewalt Lügen Manipulation Hysterie Paranoia Vorurteil Illusion Schmerz Ordnung Leiden Die Mauer

Nathalie Oberweis and Carole Reckinger arbeiten zur Zeit für NGOs. Ungerechtigkeit macht sie betroffen. So berichten sie über ein breites Spektrum an Themen, das von dem Nachkriegs-Wiederaufbau in Ost-Timor über irakische Flüchtlingen in Luxemburg bis zu dem Neokolonialismus in den Entwicklungsländern reicht. Sie schätzen es besonders zusammen zu reisen um neue Geschichten zu entdecken, gemeinsam an Artikeln zu schreiben oder an Kunstprojekten teilzunehmen. Sich zusammen zu empören macht die Wirklichkeit erträglicher.

Ihr Projekt « The Wall » verkörpert die Mauer an Ungerechtigkeiten, Vorurteilen, Ausübung von Kontrolle, Macht, Missbrauch und Gewalt. Es  betrifft sowohl die geistigen Mauern, die wir in unseren Köpfen errichtet haben, als auch die real existierenden Mauern. Alles  verbindet sich mit Wörtern, deren versteckte Macht man nicht unterschätzen darf. Worte, die wir gebrauchen, denken oder wiederholen, bauen in unserem Kopf geistige Mauern auf. Durch unsere Wortwahl bedingen wir Ideen, ändern Meinungen, schaffen Voreingenommenheit. Worte sind nicht wertfrei. Diskurs ist nicht unschuldig.
Wir bauen die Welt die uns umgibt aus Wörtern. Reden wir von einer Sache, einem Ereignis, sind es die Worte die dessen Sinn stiften.

Worte trennen. Indem wir sagen, dass jenes gut oder schlecht ist, diese oder jene Person recht oder unrecht hat, schaffen wir Trennung, errichten Mauern. Wir alle kennen den Satz  „Ich bin kein Rassist, aber … “ Aber was ? „Roma sind faul und  arbeitsunwillig, sie sind Schmarotzer ! Afrikaner sind kriminell und der Islam ist eine gewalttätige Religion ! ”
Und so weiter !  Gehen wir vorsichtig um mit Wörtern. Halten wir unsere Zunge im Zaum.

Nathalie Oberweis and Carole Reckinger currently work for non-profit organisations. Outraged by injustices, they write on a wide range of topics from post conflict reconstruction in East Timor to Iraqi refugees in Luxembourg and neocolonialism in the developing world. They especially enjoy travelling together to find new stories and collaborate on articles or art projects. Being irritated together makes reality more bearable.
Their project “The Wall” represents the wall of injustices, prejudices, control, power abuse and violence. The Wall represents both the mental walls we carry in our minds as well as material walls. All is connected to words. Their hidden power cannot be underestimated. The words that we use, think or repeat construct mental barriers in our minds. According to the choice of words we use, we construct ideas, change meanings or build prejudices. Words are not innocent. Discourse is not innocent. We construct the world around us with words. We construct our world with our words. It’s the words we use to describe something, an event, which gives meaning to it.
Words divide. By saying this or that is good or bad, this person or that person is right or wrong, we create division, we create walls. We all know the sentence “I am not a racist but…”. But what? Roma are lazy, they don’t want to work, they’re parasites. Africans are criminals. Islam is a violent religion. And so on. Let’s be careful about words. Let’s watch our tongue.